Wenn ich über Liebe schreibe weiß ich, dass es ein wunderbares Thema ist – aber zugleich werde ich mir den Unmut derer zuziehen, die Liebe ganz anders definieren als ich.

Da Liebe nun einmal etwas sehr emotionales ist, wird es keine zwei gleichen Meinungen dazu geben.

Was mir bei unserer Arbeit immer wieder auffällt, ist die fehlende Selbstliebe vieler Menschen und die damit verbundene Verlustangst.

Zu der Verlustangst in den Beziehungen kommt dann oft noch der Stress auf dem Arbeitsplatz hinzu.

Diese Kombination löst oft eine Stress-Spirale aus, die unsere Liebesfähigkeit enorm beeinträchtigt und für viele Krankheiten verantwortlich ist.

Je nachdem wie ich Liebe verstehe, kann sie Stress heilen oder aber Stress erzeugen.

Was denkst du?

Ich lade dich ein, in einer ruhigen Minute die folgenden Aussagen zu prüfen und die Fragen ehrlich zu beantworten. Mach dich frei von dem, was andere von dir erwarten. Sei bei der Beantwortung ehrlich zu dir selbst.

Nicht jeder dieser Lebensweisheiten werden mit deinen Werten oder Überzeugungen übereinstimmen (nicht jeder der folgenden Aussagen sind auch meine Überzeugungen…!)

Diese Liste soll einfach als Gedankenanregung dienen. Entscheidend ist, ob du auch auslebst, was du meinst, zu glauben.

Los geht´s:

14 Fragen und Behauptungen zur Liebe und Selbstliebe

 

  • Man kann nur von anderen Menschen geliebt werden, wenn man Liebe ausstrahlt. Sie kommt von innen und beginnt mit der Liebe zu sich selbst.
  • Selbstliebe ist KEIN Egoismus, sondern gesunder Menschenverstand und die Grundvoraussetzung andere lieben zu können. Wer sich selbst nicht leiden kann, mag auch den anderen nicht. Wer den anderen nicht mag, will ihn ändern, passend machen und dann an sich binden.
  • Abhängigkeit führt zu Verlustangst. Diese Angst führt zu Eifersucht. Welche positiven Dinge können aus einer Sucht entstehen?
  • Eifersucht ist kein Beweis für Liebe. Sie ist lediglich der Beweis für Angst und ein geringes Selbstwertgefühl.
  • Wer seinem Partner die Freiheit lässt, zeigt sein Vertrauen und sein Selbstbewusstsein. Der Verzicht auf Machtspiele erschafft das Gefühl der Freiheit. Freiheit löst Angst auf.
  • Man sollte sich der Liebe hingeben, aber nicht einem Menschen. Die Liebe ist als Idee perfekt, ein Mensch niemals. Wenn der Mensch geht, bleibt die Liebe als perfekte Idee bei mir. So kann sie schmerzfrei weiter existieren.
  • Dankbarkeit erhält die Liebe. Wann warst du das letzte Mal dankbar für das, was dir dein Partner gibt?
  • Lieben macht glücklich. Zu lieben, stärkt uns. Wenn wir wirklich lieben, tun wir also etwas für UNS – nicht für andere. Daher ist der Vorwurf: „Ich habe dir soviel gegeben. Ich habe dich so sehr geliebt“, eine Lüge.
  • Nur zwei unabhängige, starke Persönlichkeiten können eine reiche Beziehung erschaffen, die beiden Freiraum gewährt und Weiterentwicklung ermöglicht. Abhängigkeit und Besitzanspruch in der Zweisamkeit ist nichts anderes als Sklaverei.
  • Ängste, Eifersucht und Misstrauen entstehen aus einem Mangel an Selbstliebe und Selbstbewusstsein.
  • Liebe schafft keine Probleme – nur unser Fordern, Wünschen und Denken über die Liebe.
  • Wenn wir uns nur dann gut fühlen wenn jemand uns liebt, machen wir uns abhängig – wir sind Süchtige. Wir bekommen etwas Stoff vom anderen, aber nur, weil der wiederum hofft etwas Stoff von uns zu bekommen. Beide glauben, der andere wäre ein Dealer mit einem großen Vorrat. Die Beziehung endet, wenn der tatsächliche, winzige Vorrat beider aufgebraucht ist.
  • Liebe einzufordern, (sich nach ihr zu sehnen?), bedeutet zwangsläufig zu leiden – denn wahre Liebe kann nur gegeben werden.
  • Wir haben kein Anrecht geliebt zu werden. Lieben, ohne zu fordern, macht glücklich.

 

Vielleicht hast du eine Aussage gefunden, die für dich eine hilfreiche Inspiration war. Oder du hast dich an einer Aussage geärgert / gestört.

Beides ist gut, denn es regt uns zum weiterdenken in diesem wichtigen Thema an…

Danke, dass du dir die Zeit dafür nimmst!

 

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